Digitale Agenda für das Land Sachsen-Anhalt

Handlungsfeld: Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft im digitalen Zeitalter

19. Dezember 2017 - Wirtschaft, Wissenschaft und Arbeit 4.0, Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft

In den kommenden Jahren wollen wir die Chancen des digitalen Wandels nutzen, um die Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit unserer Wirtschaft deutlich zu steigern. Wir sind fest davon überzeugt, dass uns dies gerade jetzt in Zeiten größerer technologischer und gesellschaftlicher Umbrüche gelingen kann – wenn wir dazu bereit sind, mutig neue Wege zu beschreiten. Für uns steht hierbei insbesondere die noch engere Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft im Fokus.

Innovative Produkte und Dienstleistungen fallen nicht vom Himmel, sie müssen zunächst bis zur Marktreife entwickelt werden. Jedoch verfügt nicht jedes Unternehmen bei uns über die nötigen finanziellen und organisatorischen Ressourcen, um innovative Entwicklungen voranzutreiben. Wir streben deshalb enge Kooperationen zwischen den Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen des Landes und unseren Unternehmen an. Schon heute gelingt es unseren wissenschaftlichen Einrichtungen, auf höchstem Niveau zu forschen. Dieser Stärke müssen sich unsere Unternehmen bedienen. Den so genannten Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft wird das Land in den kommenden Jahren über die Förderung von Transfereinrichtungen und Netzwerken weiter vorantreiben. Um die Kooperationen zwischen den wissenschaftlichen Einrichtungen zu stärken, wird das Land auch Mittel aus den Programmen der Europäischen Union bereitstellen.

Ebenso wenig, wie neue, innovative Produkte vom Himmel fallen, entstehen über Nacht neue, innovative Unternehmen. Um dem Gründungsgeschehen in unserem Land einen Schub zu versetzen, wollen wir aus unseren Hochschulen mehr als nur zuverlässige Kooperationspartner der Wirtschaft machen. Wir wollen ihnen deutlich mehr wirtschaftliche Handlungsspielräume ermöglichen. In den kommenden Jahren sollen die Hochschulen nicht nur über ihre Hochschulgründerzentren Keimzellen für Startups bieten, sie werden von uns in die Lage versetzt, selbst entwickelte Innovationen über Ausgründungen auf den Markt zu bringen. Erfolgreiche Ausgründungen stärken nicht nur unsere Wirtschaft. Als Teilhaber an Ausgründungen können unsere Hochschulen wiederum Gewinne erwirtschaften, die für neue Forschungsprojekte sowohl im Bereich digitaler Innovationen, als auch in andere Bereiche reinvestiert werden können. Die wesentlichen Rahmenbedingungen wird das Land hierfür im modernisierten Hochschulgesetz festschreiben.

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